In den ersten acht Monaten stiegen die Fallzahlen der Axa-Arag im Vorjahresvergleich um durchschnittlich 21 Prozent. Im Monat März verzeichnete der Rechtsversicherer gar 42 Prozent mehr Meldungen gegenüber 2019. Streitigkeiten entstanden insbesondere in der Arbeitswelt: Um fast 10 Prozent haben diese seit Beginn der Krise zugenommen. Am häufigsten waren Fragen zur Kurzarbeit beziehungsweise zum Lohn während der Kurzarbeit. Ebenfalls viele Anfragen erreichten die AXA-ARAG wegen Kündigungen aufgrund von Corona und zum Thema Home-Office. So fragten sich viele Arbeitnehmende, ob der Arbeitgeber sie zwingen dürfe, wieder im Büro zu arbeiten, obwohl sie zu einer Risikogruppe zählten. Wiederum andere wollten ins Büro, obwohl ihnen der Arbeitgeber davon abriet. Auch die Quarantänebestimmungen des Bundes und den daraus resultierenden Fragen zur Lohnfortzahlung stellen Angestellte und Arbeitgeber vor neue Herausforderungen und beschäftigen folglich auch die Rechtsschutzversicherung.

Des Weiteren hat sich bei Axa-Arag die Anzahl Fragen zum Reiserecht in den vergangenen Monaten verdoppelt. Viele Kundinnen und Kunden wandten sich an die Rechtsschutzversicherung, nachdem ihre Anfragen von den Airlines oder den Reisebüros unbeantwortet blieben. Besonders gross war die Ungewissheit, ob Flüge stattfinden würden, und ob selbständig storniert werden sollte oder nicht. Und auch beim durch Corona beliebter gewordenen Thema Online-Shopping haben die Anfragen bei der Rechtsschutzversicherung deutlich zugenommen. (wil)