Jarowa ist ein digitaler Schweizer Marktplatz sowie eine zentrale Transaktionsplattform für Versicherungen, Immobilienbewirtschafter und Leasinggesellschaften, die ihre Vertrauensdienstleister optimiert verwalten und die Aufträge digital abwickeln wollen. Mit der Integration der Mira-Lösung profitieren die Kunden von Jarowa von automatisierten Deckungsprüfungen, Schadensberechnungen und einer Vielzahl von analytischen Datenerkenntnissen, um ihr Geschäft weiterzuentwickeln, wie Jarowa am Mittwoch mitteilt.

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Die Jarowa AG wurde im Mai 2017 in Zug gegründet und ist ein Schweizer Technologieunternehmen im Privatbesitz. Jarowa bietet Versicherungen, Immobilienbewirtschaftern und Leasinggesellschaften Zugang zu einem digitalen Marktplatz in den Bereichen Mobilität, Gebäude und Handwerk, Gesundheitswesen und Rechtsberatung. Im Schadensfall wird die Deckung automatisch geprüft und ein geeigneter Vertrauensdienstleister ausgewählt, der mit der Auftragsabwicklung beauftragt wird. Die Schadensbehebung wird für alle Beteiligten durchgängig digital abgewickelt. 

Mira, ehemals Mitra Solutions AG, wurde 2018 in Winterthur von Dandolo Flumini, Joris Morger, Nicolas Gagliani und Alberto Ribeiro Silveira gegründet. Die Mira-Lösung enthält einen visuellen Drag-and-Drop-Contract-Builder zur einfachen Digitalisierung von Versicherungsprodukten und den dazugehörigen Policentexten (insbesondere deren AGB) in einen „Smart Contract“. Im Schadensfall zeigt der Smart Contract dynamisch nur die Fragen an, die für den jeweiligen Einzelfall relevant sind. Bereits vorhandene Schadenmeldungen unterstützen die automatisierte Prüfung der Deckungsrechnung und der daraus resultierenden Schadenregulierung. Durch die Ausführung der Schadenprozesse mit der Mira-Lösung wird der Aufwand für die manuelle Schadensbewertung erheblich reduziert, die Zahlungen sind exakt und entsprechen vollständig dem Versicherungsvertragstext. Zusätzliche Funktionen wie die automatische Wertermittlung von beschädigten Gütern, die digitale Validierung gemeldeter Ereignisse (Hagel, Diebstahl usw.), intelligente Dateneinblicke, die Überwachung der Kundeninteraktion und die integrierte Szenario-Simulation stellen Versicherungsunternehmen grosse Mengen an strukturierten Daten zur Verfügung, um ihre Prozesse und Produkte weiterzuentwickeln. 

Ermöglicht einen vollständig digitalen End-to-End-Schadenprozess 

Nach dem Onboarding der Mira-Lösung können Kunden ihren Schaden bei ihrer Versicherungsgesellschaft über ein Kunden-Self-Service-Portal oder mit Unterstützung eines Call-Center-Agenten melden. Die Smart Contract Engine von Mira führt den Benutzer sicher durch den relevanten – und dynamisch erstellten – Fragebogen, um die Deckung zu prüfen und zu berechnen. Versicherungskunden erhalten dann eine sofortige Deckungsprüfung und, wenn möglich, Optionen zur Schadensbehebung. Muss ein Schaden repariert werden, wird ein Dienstleister über die Jarowa-Plattform mandatiert. 

Unterstützung von Versicherern bei der Bewältigung von Kumulereignissen 

Die Mira-Vorteile überzeugen laut Mitteilung im täglichen Betrieb und bei Kundeninteraktionen. Zusätzlich unterstützt die Lösung massgeblich bei Mitarbeiterengpässen während hohen Aufkommens von Naturkatastrophen wie Stürmen, Hagel oder Überschwemmungen. Durch den hohen Automatisierungsgrad können Versicherer eine grosse Anzahl von Schadensfällen im Zusammenhang mit demselben Ereignis sehr schnell bearbeiten oder das Ereignis sogar vorübergehend in einen speziell dafür aktivierten Self-Service-Kanal steuern. 

Nach Erreichen des „Marktstandards“ im Heimmarkt Schweiz expandiert Jarowa erfolgreich in die europäischen Märkte und ist stolz darauf, bereits über 60 führende Versicherungen, Immobilienbewirtschafter und Leasinggesellschaften zu ihren geschätzten Kunden zählen zu dürfen. Der jüngste Abschluss ihrer Serie-A-Finanzierungsrunde über mehr als CHF 12 Millionen beschleunigt das Wachstum von Jarowa ausserhalb der Schweiz. Neben der Finanzierung steht die Integration von Mira ganz oben auf der Innovationsagenda. Die Mira-Integration selbst wurde ausserhalb der Serie-A-Kapitalerhöhung finanziert. (Jarowa/hzi/ps)