Schon bei 86 Prozent der durch die rapportierenden Gesellschaften verwalteten Kapitalanlagen wurden ESG-Kriterien beim Fällen von Investitionsentscheiden miteinbezogen. ESG steht für «Environmental» (ökologisch), «Social» (sozial) und «Governance» (Unternehmensführung). Dies ist eine der Erkenntnisse des ersten Nachhaltigkeitsreportings des Schweizerischen Versicherungsverbandes SVV. Massgeblich umgesetzt ist dies in den Anlagekategorien Immobilien, Festverzinsliche Wertpapiere, Aktien und Alternative Anlagen.

Breite Datenbasis für Kapitalanlagen

Das erste Nachhaltigkeitsreporting basiert auf den Daten von 32 Mitgliedgesellschaften des Branchenverbandes der Schweizer Privatversicherer. Diese decken mit ihren Kapitalanlagen 94 Prozent aller Kapitalanlagen der Versicherungsindustrie ab (total 582 Milliarden Franken per 31. Dezember 2018; Quelle Finma). Der Bericht untersuchte neben den Kapitalanlagen auch die Betriebsökologie und das Underwriting. «Der SVV gibt der Nachhaltigkeit in seiner neuen Verbandsstrategie einen zentralen Stellenwert. Damit hat er sich verpflichtet, über die Aktivitäten der Versicherungsbranche in diesem Bereich zu informieren», sagt Urs Arbter, stellvertretender Direktor des SVV. Fortan soll das Nachhaltigkeitsreporting jährlich erarbeitet und publiziert werden. 

(SVV/hzi/kbo)