Die europäische Wertpapieraufsicht ESMA wird sich über mehrere Jahre hinweg mit der Anpassung der Regelungen für nachhaltige Geldanlagen beschäftigen. Nachhaltigkeit zähle neben neuen Technologien zu den Kerntätigkeiten der Periode 2023 bis 2028, zeigte die European Securities and Markets Authority jetzt in einem aktuellen Strategiepapier auf.

In ihrer Strategie für die kommenden fünf Jahre erläutert die ESMA ihre langfristigen Prioritäten und wie sie ihre Kompetenzen und ihr Instrumentarium nutzen wird, um auf künftige Herausforderungen zu reagieren. Das Arbeitsprogramm sieht vor, dass sich die ESMA auf Nachhaltigkeit, technologischen Wandel und den Schutz von Kleinanlegern konzentriert.

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Die Behörde will dabei die Kooperation mit nationalen Aufsehern und internationalen Gremien stärken und Stück für Stück die in der europäischen Regulierung bislang weniger ausgearbeiteten Aspekte rund um Soziales und Unternehmensführung präzisieren. Bisher standen vor allem Klima- und Umweltschutz im Vordergrund. 

Fokus auf Nachhaltigkeit

Der Schwerpunkt Nachhaltigkeit steht bei der ESMA bereits seit längerem im Fokus. Anfang des Jahres hatte die Behörde bereits vor der Gefahr des Greenwashings und überzogenen Versprechen bei nachhaltigen Instments gewarnt. In neuen Strategiepapier wird nochmals ein verbesserter Schutz von privaten Anlegern vor Greenwashing betont - unter anderem durch gezielte Informationen und Offenlegungen.

Die Erleichterung technologischer Innovation und die effektive Nutzung von Daten steht beim Thema Finanztechnologien im Mittelpunkt. Die ESMA unterstreicht den Anspruch, sich Daten- und Informationsdrehscheibe in der EU zu etablieren. Sie will Regeln für Kryptowährungen mitentwickeln und dabei auch den Anlegerschutz hervorheben sowie die Finanzstabilität im Blick behalten. (pm/hzi/mig)