Sturzunfälle im Winter sind keine Bagatelle. Zwischen Dezember und Februar ereignen sich in der Schweiz über 21'000 Stolperunfälle im Freien, rund die Hälfte davon auf Schnee und Eis, wie die Suva mitteilt. Besonders hoch ist das Risiko an Arbeitstagen am frühen Morgen: Wer zwischen 6 und 8 Uhr zu Fuss unterwegs ist, läuft am häufigsten Gefahr, auf vereisten oder verschneiten Wegen auszurutschen. Dunkelheit, Eile und noch nicht geräumte oder gesicherte Flächen verstärken die Unfallgefahr zusätzlich.

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Vorsicht statt Nachsehen

Vorsichtig unterwegs sein bedeutet, sich den Verhältnissen möglichst gut anzupassen. Sich nicht zu überschätzen und langsamer als gewohnt zu laufen, kann schmerzhafte Stürze und wochenlange Ausfälle vermeiden. Im tiefen Winter kommt es Knall auf Fall zum Malheur, am häufigsten zu oberflächlichen Verletzungen oder Prellungen, dies vor allem von Rumpf, Rücken oder Gesäss. Bei 28 Prozent der Fälle kommt es zu Verstauchungen, Zerrungen oder Sehnenrissen. Jeder fünfte Sturz hat Knochenbrüche zur Folge. Unter den gut 10'750 winterlichen Sturzunfällen auf Schnee oder Eis sind jedes Jahr 21 sogar so gravierend, dass eine Invalidenrente gesprochen wird.