Nächstes Jahr verzichten Betreiberinnen von Bahn-Infrastrukturen darauf, Schäden durch Naturereignisse zu versichern, neu wird der Bund einspringen. Dies zeigt ein «HZ Insurance» vorliegendes Schreiben des Bundesamtes für Verkehr (BAV) an Eisenbahnunternehmen. Ambivalent deshalb, weil Versicherer nun zum Teil zwar erhebliche Prämieneinnahmen verlieren, sie aber andererseits das Naturgefahrenrisiko – auch mit Blick auf den Klimawandel – eigentlich nie besonders gesucht haben und deren Absicherung im Versicherungsmarkt eher unbeliebt war.

Bund gewährt Finanzhilfen

Neu kann der Bund nun von grossen Schäden durch Naturereignisse betroffene Eisenbahnunternehmen Finanzhilfen gewähren, wenn die Schadensbehebung die finanziellen Möglichkeiten der Infrastrukturbetreiberinnen (ISB) übersteigt. Dafür stehen für die abgeltungsberechtigten ISB mit einer Leistungsvereinbarung im Bahninfrastrukturfonds entsprechende Mittel bereit. Deshalb wird für Schäden durch Naturereignisse an den Infrastrukturanlagen auch keine Versicherungsdeckung mehr benötigt. Kleines Trostpflaster für Versicherer: Von den Finanzhilfen ausgeschlossen sind Anlagen, Fahrzeuge und Betriebsausfälle des Verkehrsbereichs.