Über die AHV-Bundesgesetze zur Erhöhung des Frauenrentenaltes und die Anhebung der Mehrwertsteuer wird am 25. September abgestimmt. Vorab haben am 3. und 4. August  16’341 Personen aus der ganzen Schweiz an einer Abstimmungsumfrage von Tamedia und 20 Minuten teilgenommen - mit spannenden Ergebnissen.

Zustimmung für die beiden AHV-Vorlagen

Es zeigte sich bei allen Vorlage ein Geschlechtergraben. Am deutlichsten waren die Unterschiede zwischen den Geschlechtern beim AHV-Bundesgesetz, das die Erhöhung des Frauenrentenalters vorsieht.

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71 Prozent der Männer pro höheres Frauenrentenalter

Die Zustimmung zur Erhöhung des Rentenalters der Frauen betrug bei den Befragten insgesamt 53 Prozent. 44 Prozent sprachen sich dagegen aus und 3 Prozent machten keine Angaben zu ihren Stimmabsichten. Während nur gerade 36 Prozent der Frauen der Vorlage zustimmen wollen, lag der Ja-Anteil bei den Männern bei 71 Prozent.

Ebenfalls deutlich abgelehnt wurde in der Befragung die Erhöhung des Rentenalters von der am stärksten betroffenen Bevölkerungsgruppe der 50- bis 64-Jährigen (58 Prozent) und von Personen ab 65 Jahren (65 Prozent). Klar für eine Erhöhung des Rentenalters für Frauen sprachen sich die jüngsten Stimmenden aus (58 Prozent).

Die Vorlage wird von den Frauen und Sympathisanten der SP und Grünen sehr deutlich abgelehnt. In der bürgerlichen Wählerschaft ist die Unterstützung bei der SVP-Basis laut der Umfrage am tiefsten. Am höchsten ist sie bei FDP und GLP.

Deutliche Mehrheit für Anhebung der Mehrwertsteuer

Eine Erhöhung der Mehrwertsteuer zur Zusatzfinanzierung der AHV würden aktuell 58 Prozent der Stimmbevölkerung befürworten. 38 Prozent sprechen sich dagegen aus und 4 Prozent machen keine Angaben zu ihren Stimmabsichten. Bei den Frauen lag die Zustimmung mit 50 Prozent deutlich tiefer als bei den Männern (65 Prozent).

Eine deutliche Mehrheit der Sympathisanten von Mitte, FDP und GLP unterstützt die Erhöhung der Mehrwertsteuer. Gespalten ist die SVP-Wählerschaft, während eine relative Mehrheit der Sympathisanten von SP und Grünen den Bundesbeschluss ablehnt. Die Zustimmung ist in der ältesten Altersgruppe am höchsten. (sda/hzi/mig)