In der Vorsorgepolitik scheint sich vieles nur in kleinen Schritten zu verändern. Was ändert sich derzeit tatsächlich, etwa für Frauen?

Für Frauen ist die wichtigste Änderung die schrittweise Angleichung des Rentenalters an jenes der Männer. Ab 2026 liegt das Referenzalter bei 64 Jahren und sechs Monaten, ab 2027 steigt es weiter an, und ab 2028 gilt für Frauen wie für Männer das Rentenalter 65. Das ist die zentrale, faktische Veränderung. Gleichzeitig wird in diesem Jahr erstmals die 13. AHV-Rente ausbezahlt, wovon nicht nur Frauen profitieren.

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Darüber hinaus wird bereits über die nächste Reformrunde diskutiert. Welche Ziele verfolgt die AHV-Reform 2030?

Die Reform verfolgt zwei Hauptziele: Erstens soll die finanzielle Stabilität der AHV langfristig – also im Zeitraum 2030 bis 2040 – gesichert werden. Zweitens soll das System stärker an gesellschaftliche Entwicklungen angepasst werden. In diesem Zusammenhang gibt es Überlegungen, den frühestmöglichen Bezug von Leistungen aus der zweiten und dritten Säule erst ab dem 63. Altersjahr zuzulassen.