Um den Dreijahresplan 2019 bis 2021 trotz Pandemie erfolgreich umzusetzen hat der Verwaltungsrat des italienischen Versicherers Generali die Weichen neu gestellt. Mit General Manager Frédéric de Courtois und dem bisherigen CIO und für das Asset Management verantwortlichen Timothy Ryan, verlassen  zwei zentrale Manager den Konzern. Konzernchef Philippe Donnet, dessen Mandat 2022 abläuft, weitet bei der derzeit stattfindenden Umstrukturierung seinen Einfluss aus. Er übernimmt die Funktionen des General Managers. Vorgesehen ist, dass das Asset und Wealth Management in Zukunft ausgebaut wird. Generali hat für den Zeitraum 2019 bis 2021 Dividenden bis zu 5 Milliarden Euro und eine Eigenkapitalquote von über 11,5% versprochen.

Aber nicht nur bei Generali findet derzeit ein Umbau im Management statt. Auch bei Italiens drittgrösstem börsennotierten Versicherer, Cattolica Assicurazioni, steht ein Wechsel im Management bevor. Denn Italiens Versicherungsaufsicht Ivass hat eine Änderung im Verwaltungsrat und im Management gefordert. Präsident Paolo Bedoni überlegt seinen Rücktritt. Im Kreuzfeuer der Ivass-Kritik stehen auch die defizitären Tochtergesellschaften Cattolica Beni Immobili e Cattolica Agricola. Des Weiteren ermittelt die Börsenaufsicht Consob über angebliches Insider Trading beim Einstieg Generalis in Cattolica Assicurazioni (24,4% für 300 Mill. Euro). Noch ist nicht sicher, ob Generali die Beteiligung ausbauen wird. (hzi/tkb)