Schweizer Versicherer haben die Turbulenzen und Belastungen zur Coronakrise im vergangenen Jahr deutlich zu spüren bekommen. Das zeigt ein am Donnerstag von der Finanzmarktaufsicht (Finma) veröffentlichter Branchenbericht. Das Jahr 2020 sei von den wirtschaftlichen Auswirkungen der Coronapandemie geprägt gewesen, resümiert die Finma. Nebst tieferen versicherungstechnischen Ergebnissen seien bei den Versicherern vor allem die Gewinne aus der Anlagetätigkeit tiefer ausgefallen. Das aggregierte Ergebnis in der Branche halbierte sich auf 7,50 Milliarden Franken. Dabei nahmen die Jahresgewinne der Lebensversicherer um ein Drittel auf eine Milliarde und jene der Nichtlebenversicherer um 38 Prozent auf 6,3 Milliarden ab. Die Gewinne der Rückversicherer schrumpften auf 0,2 von 3,6 Milliarden Franken.

Solvenzrate sind um zehn Prozentpunkte

Das Prämienvolumen der Versicherungen habe sich dagegen trotz der coronabedingten Verlangsamung der ökonomischen Tätigkeit in der Schweiz ziemlich robust entwickelt, heisst es im Bericht weiter. Die gebuchten Bruttoprämien gingen um 7,9 Prozent auf 119,0 Milliarden Franken zurück. Aufgrund der tieferen Gewinne fiel derweil die Eigenkapitalrendite der Versicherer stark zurück. Sie nahm um 8,8 Prozentpunkte auf 8,58 Prozent ab. Die Eigenmittel blieben mit 87,4 Milliarden Franken (-0,4%) konstant, während sich die Solvenzratios gemäss dem Schweizer Solvenztest (SST) im Durchschnitt um zehn Prozentpunkte auf 216 Prozent verringerten. (awp/hzi/wil)