Konkret sollen ein Betrag von 50 Millionen Franken als Rückvergütung ausgeschüttet werden, wie der Krankenversicherer heute Montag mitteilte. Das Dossier werde diesen Sommer eingereicht, um im September eine entsprechende Genehmigung des BAG zu erhalten. Die Groupe Mutuel hatte ihren Versicherten bereits für das Jahr 2020 101 Millionen Franken rückerstattet. Mit der Rückzahlung von insgesamt 151 Millionen Franken innert zwei Jahren zeige man, dass es möglich sei, Sofortmassnahmen zugunsten der Versicherten zu ergreifen, sagte CEO Thomas Boyer in der Meldung. Reserven seien für die Groupe Mutuel zwar grundsätzlich wichtig. Doch gelte es auch, diese nicht "exzessiv" anzuhäufen.

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Damit beugt sich die Groupe Mutuel allerdings auch dem Druck aus der Politik. Der Bundesrat hatte die Krankenkassen im vergangenen Jahr nämlich zu einem freiwilligen Reserveabbau aufgefordert. Der Abbau von Reserven soll letztlich zu tieferen Krankenkassenprämien führen, so das Ziel der Landesregierung. Hintergrund ist die Ungenauigkeit der Kostenberechnung bei den Krankenkassen. Die Prämien für das nächste Jahr werden jeweils auf Basis der Kosten des Vorjahres und der Hochrechnung für das laufende Jahre festgelegt. Weil es sich um eine Schätzung handelt, fallen die tatsächlichen Kosten regelmässig tiefer aus. Nach dem Gesetz müssen die Prämien aber den Kosten entsprechen. Die Krankenkassen können die Überschüsse durch den Abbau von Reserven oder durch Rückerstattungen ausgleichen. (awp/hzi/kbo)