Es gebe mehr Patientinnen und Patienten bei gleichzeitig weniger Personal und schwierigen finanziellen Rahmenbedingungen, sagte Anne-Geneviève Bütikofer in einem in einem am Samstag veröffentlichten Interview mit der Zeitung «Le Temps». «Hinzu kommen steigende, oft nicht finanzierte Verwaltungsaufgaben, die Zeit von Ärzten und Pflegepersonal auf Kosten der Patienten in Anspruch nehmen», so Bütikofer weiter. «Ich würde nicht sagen, dass die Spitäler auf der Intensivstation sind, sondern eher unter enger Beobachtung.»

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Der politische Druck wegen steigender Gesundheitskosten habe zu einer Unterfinanzierung geführt, sagte sie weiter. Diese betrage rund 25 Prozent im ambulanten Bereich und 10 Prozent im stationären Bereich. «Das bedeutet, dass die heutigen Tarife nur 75 Prozent der erbrachten Leistungen decken. Die Spitäler müssen die Lücke mit Reserven oder Gewinnen schliessen.»