Die Kosten für den Versicherungsschutz sind auf etwa 5% des Schiffswertes gestiegen – das ist etwa das Fünffache des Niveaus zu Beginn des Iran-Krieges und ein noch viel höheres Vielfaches der wenigen Prozentpunkte, die in Zeiten relativ geringer Konflikte zu beobachten waren, sagten die Personen, die darum baten, bei der Erörterung vertraulicher Informationen anonym zu bleiben. Das bedeutet, dass die Versicherung eines Öltankers im Wert von 100 Millionen Dollar etwa 5 Millionen Dollar kosten würde. Zwar sind die Prämien hoch, doch ist dies auch ein Zeichen dafür, dass für die wenigen Schiffe, die diese wichtige Wasserstrasse passieren wollen – über die normalerweise ein Fünftel der weltweiten Öl- und Flüssigerdgas-Transporte abgewickelt wird –, weiterhin Versicherungsschutz verfügbar ist. Eine zentrale Frage ist, ob Reeder angesichts der Sicherheitsrisiken dazu bereit sind.
Einzelheiten zu US-Rückversicherungsplan noch unklar
Auf die Frage, warum die USA die Strasse von Hormus nicht sofort wieder öffnen können, wenn die iranischen Minenleger zerstört sind, sagte Präsident Trump am Montag, dass Schiffe bereit sein müssten, die Wasserstrasse zu passieren, damit der normale Betrieb wieder aufgenommen werden könne. Die Einzelheiten eines Plans der US-amerikanischen International Development Finance Corporation (DFC) zur Unterstützung bei der Versicherung von Tankern sind noch unklar. Die USA haben ein Rückversicherungsprogramm in Höhe von 20 Milliarden US-Dollar angekündigt, um die Schifffahrt durch die Strasse von Hormus wieder anzukurbeln. Versicherer hätten Interesse an einer Zusammenarbeit mit der DFC bekundet, um die Rückversicherung anzubieten, erklärte ein Vertreter der Behörde letzte Woche. Trumps Drängen auf die Unterstützung der Verbündeten bei der Sicherung der Seestrasse stiess auf Zurückhaltung.
