Eins der Ziele nach der Mega-Finanzierungsrunde im Juni sei es gewesen, die Expertise im Vorstand zu erhöhen, sagte WeFox-Chef Julian Teicke der Nachrichtenagentur Reuters. Huber solle als Chef des Versicherungsgeschäfts dafür sorgen, dass WeFox wie geplant im kommenden Jahr 50 neue Versicherungsangebote auf den Markt bringt. Bisher verkauft WeFox vor allem Hausrats-, Kfz- und Privathaftpflichtpolicen.

«Um das zu erweitern, wird Peter Huber eng mit den Regulierern zusammenarbeiten», sagte Teicke, dessen Vision es ist, am Ende eine flexible Universalpolice anbieten zu können. Erst kürzlich war das frühere Generali-Deutschland-Vorstandsmitglied David Stachon zum Chef des operativen Geschäfts bei dem Berliner Startup ernannt worden.

650 Millionen Dollar bei Investoren eingesammelt

Die 2015 gegründete Firma hat im Juni insgesamt 650 Millionen Dollar bei Investoren eingesammelt und steigerte seinen Marktwert damit auf drei Milliarden Dollar. Langfristig will WeFox auch in die USA expandieren, wo börsennotierte Konkurrenten wie das von der Allianz mitfinanzierte Startup Lemonade oder Root bereits auf dem Markt sind. Im vergangenen Jahr verdoppelte WeFox den Umsatz auf mehr als 140 Millionen Dollar. In diesem Jahr soll es zu 350 Millionen Dollar reichen. Kundenzahlen nennt das Unternehmen nicht.

WeFox fusst sein Geschäft auf drei Säulen: Zum einen vertreibt das Startup eigene Policen und betreibt zum anderen die Plattform WeFox, über die Versicherungsmakler die Policen ihrer Kunden digital verwalten können. Seit Kurzem verkauft das Berliner Unternehmen Policen beispielsweise auch bei Autohändlern.