Die erste interaktive Insurtech Map erhöht die Sichtbarkeit und Reichweite von Startups und Scaleups und führt sie so künftig noch schneller mit etablierten Unternehmen zusammen.

Um mit der rasanten Digitalisierungswelle mithalten zu können, die nicht zuletzt durch die Covid-19 Pandemie verstärkt wurde, reicht eine stufenweise Vorgehensweise in Bezug auf den digitalen Transformationsprozess innerhalb der Versicherungsindustrie nicht mehr aus. Für Unternehmen, die auch morgen und übermorgen noch wettbewerbsfähig sein möchten, besteht Handlungsbedarf. 

Autorin:
Katka Letzing, Co-Founder und CEO von Kickstart

Die Versicherungsbranche hat sich in den vergangenen Jahren enorm weiterentwickelt, dennoch bedarf es noch eines digitalen Quantensprungs, der weit über die traditionellen Lösungskonzepte hinausgeht. In diesem Zusammenhang geht es nicht nur darum, effizienter, schneller und günstiger zu werden, sondern vielmehr darum, die digitalen Entwicklungsmöglichkeiten unserer Zeit vollkommen auszuschöpfen, um auf die unterschiedlichsten Bedürfnisse der Kunden optimal eingehen zu können. Inmitten dieser digitalen Metamorphose der Versicherungsbranche nehmen gerade Startups und Scaleups (Startups in einem fortgeschrittenen Entwicklungsstadium) aus dem Insurtech-Bereich eine ganz besondere Stellung ein. Sie erkennen oftmals genau die Bedürfnisse und Herausforderungen einzelner Unternehmen und optimieren Prozessabläufe, erleichtern komplexe Compliance-Anforderungen, sparen Ressourcen und beschleunigen Regulierungsverfahren. 

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Innovationsökosysteme

Die Innovationsplattform Kickstart unterstützt Scaleups aus verschiedenen Bereichen, auch aus dem Insurtech-Bereich, um sich innerhalb von Innovationsökosystemen zu vernetzen und zusammenzuarbeiten. Kapitalstarke Versicherungskonzerne setzen immer öfter auf die innovativen Lösungen von Startups. Mit dem übergeordneten Ziel, Deep-Tech-Innovationen (neue, meist digitale Lösungen) zu beschleunigen und voranzubringen, konnten mithilfe der Innovationsplattform schon weit über 170 Projekte in Form von Partnerschaften in fünf verschiedenen Bereichen abgeschlossen werden. 

Führende Frauen in der Assekuranz

Alle bisherigen Porträts finden Sie auf der Übersichtsseite.

Um die Konnektivität innerhalb der Insurtech-Landschaft noch weiter zu fördern, hat Kickstart gemeinsam mit einigen Partnern eine interaktive Insurtech Map entwickelt. Darunter Clara – eine Plattform, mit deren Hilfe man das richtige Fintech-Produkt suchen kann – sowie House of Insurtech Switzerland (HITS) und F10. Das Ökosystem F10 begleitet Startups bei der Transformation ihrer Ideen in erfolgreiche Unternehmen und fördert die Zusammenarbeit mit internationalen Organisationen. Das gemeinsame Projekt Insurtech Map bietet einen virtuellen Ort, um Einträge von Startups und relevante innovative Lösungen in der gesamten Wertschöpfungskette der Insurtech-Welt aufzuzeigen, und eröffnet Unternehmen sowie Startups nun die Möglichkeit, sich in Form von Partnerschaften und Investitionen weiter und schneller zu vernetzen. 

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Über 160 Unternehmensprofile

Aktuell werden mehr als 160 Insurtechs mit Unternehmensprofil aus der Schweiz, Deutschland, Österreich und Liechtenstein in der Map vorgestellt. Die Chance eines zügigen Markteintritts sowie die Gewinnung neuer Investoren und potenzieller Kunden ist hierbei für alle Beteiligten ein enormer Benefit. Das Schweizer Startup Decentriq beispielweise, das mit Daten aus dem Versicherungswesen und anderen Bereichen arbeitet, skaliert nun mithilfe von neuen Kontakten und Partnern in anderen Ländern. 

Dies zeigt, dass das Insurtech-Ökosystem grössere Eintrittsbarrieren beseitigt und auf jeder Stufe der Wertschöpfungskette einen Mehrwert bieten kann. Aus diesem Grund führt Kickstart jährlich ein offenes Innovationsprogramm durch wodurch neue Kooperationen und Partnerschaften geschmiedet werden können. 

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Die progressive Konnektivität innerhalb des ständig wachsenden Insurtech-Netzwerks führt dazu, dass immer mehr etablierte Unternehmen aus der Branche gezielt nach neuen Technologien und dynamischen Scaleups Ausschau halten. Denn die vielfältigen Digitalisierungslösungen von jungen Unternehmen aus der Insurtech Map, die über das eigentliche Kerngeschäft der traditionellen Versicherer hinausgehen, wecken natürlich grosse Begehrlichkeiten bei den alteingesessenen Schwergewichten der Branche, die nun zunehmend darauf achten müssen, nicht aus der Zeit zu fallen.