Japans Finanzaufsichtsbehörde Financial Services Agency (FSA) hat in der vergangenen Woche Fragen an Versicherer wie Nippon Life geschickt, wie mit der Angelegenheit vertraute Personen berichten. Die Umfrage zielt darauf ab, von den Unternehmen Einzelheiten über die Höhe der nicht realisierten Wertpapierverluste, die ergriffenen Massnahmen und die zukünftigen Investitionspläne zu erfahren, fügten die Personen, die aufgrund der Vertraulichkeit der Angelegenheit anonym bleiben wollten, hihzu. Ein Sprecher von Nippon Life lehnte eine Stellungnahme ab. Auch ein Vertreter der FSA lehnte eine Stellungnahme ab.
Die Aufsichtsbehörde verschickte die Fragen, bevor es vergangene Woche zu einem Einbruch bei japanischen Staatsanleihen kam, bei dem die Renditen für Anleihen mit der längsten Laufzeit auf ein Rekordhoch stiegen, bevor sich der Markt wieder beruhigte. Japanische Lebensversicherer sind grosse Inhaber von langlaufenden japanischen Staatsanleihen, die in den letzten Monaten aufgrund von Inflationsängsten und der Fiskalpolitik eingebrochen sind. Die nicht realisierten Verluste aus inländischen Anleihen, die von den vier Unternehmen gehalten werden, beliefen sich Ende September auf insgesamt fast 11,3 Billionen Yen (71 Milliarden US-Dollar). Diese Buchverluste dürften sich seitdem aufgrund der gestiegenen Renditen weiter ausgeweitet haben.
