Die steigenden Kosten durch Waldbrände verteuern die durchschnittliche monatliche Stromrechnung für Privatkunden des grössten kalifornischen Energieversorgers nun um 41 Dollar. Dies geht aus einem Regierungsbericht hervor, der eine grundlegende Überarbeitung der staatlichen Massnahmen zur Bekämpfung von Grossbränden fordert, da klimabedingte Katastrophen die Wirtschaft des Bundesstaates bedrohen. Dieser Aufschlag macht 19% der durchschnittlichen Rechnung der Pacific Gas & Electric Company aus und ist neben den steigenden Prämien für Hausratversicherungen ein weiterer Faktor, durch den die Kalifornier den Preis für zerstörerischere und häufigere Waldbrände zahlen. Diese Auswirkungen führen laut der Studie zu einem Wertverlust von Immobilien und einer Verringerung der lokalen Steuerbasis sowie zu einer Destabilisierung der Hypotheken- und Versicherungsmärkte.
«Das Waldbrandrisiko ist nicht nur eine gelegentliche Katastrophe, sondern ein wiederkehrender Kostenfaktor, der in der Wirtschaft des Bundesstaates verankert ist», heisst es in dem Bericht, der diese Woche von der California Earthquake Authority veröffentlicht wurde, einer halbstaatlichen Behörde, die einen 21 Milliarden Dollar schweren Waldbrandversicherungsfonds verwaltet, um Schadensersatzansprüche gegen Versorgungsunternehmen zu begleichen.
