Diese Lücken unterstreichen die Notwendigkeit einer stärkeren Anpassung, verbesserter Daten und einer koordinierten öffentlich-privaten Governance, so ein aktueller Bericht des Stockholm Environment Institute (SEI). Klimabedingte Störungen internationaler Lieferketten stellen ein grosses systemisches Risiko dar. In Europa beispielsweise lähmten die Überschwemmungen in Deutschland und Belgien im Jahr 2021 die Logistik und Produktion, während Dürren in Südeuropa im Jahr 2022 zu Ernteeinbussen und einer angespannten Wasserversorgung führten.

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Mikael A. Mikaelson, Policy Fellow am SEI, sagte: «Klimaschocks führen heute zu Schocks in der Lieferkette, die sich über miteinander verbundene Netzwerke ausbreiten und nicht mehr isolierte Katastrophen bleiben. Wenn sich lokale Wetterextreme auf voneinander abhängige Systeme auswirken, können sie schnell zu globalen Engpässen und Verzögerungen führen, die die wirtschaftliche Sicherheit gefährden.» Versicherungen und Rückversicherungen, die Finanzmechanismen, die diese Schocks normalerweise auffangen, werden durch die zunehmende Komplexität, Häufigkeit und Schwere von Klimagefahren auf die Probe gestellt. Da sich Versicherer aus risikoreichen Regionen und Sektoren zurückziehen, verlagert sich die Last der Verluste zunehmend auf öffentliche Haushalte, Unternehmen und Privathaushalte. «Das Klimarisiko wird schneller systemisch, als sich die Versicherungssysteme anpassen können – und wenn Verluste nicht mehr diversifiziert werden können, funktioniert die Versicherung nicht mehr wie vorgesehen», fügte Mikaelsson hinzu.