Die aktuelle Lawinensituation erinnert daran, welches Schadenpotenzial von grossen Schneemengen ausgehen kann. Eine Analyse von Helvetia-Schadendaten von 1990 bis 2025 zeigt, dass Lawinen rein finanziell betrachtet im langfristigen Vergleich einen marginalen Anteil an den gesamten ausbezahlten Schäden aus Naturkatastrophen, den sogenannten Elementarschäden, ausmachen. Über den Betrachtungszeitraum hinweg liegt der Anteil von Lawinenschäden am gesamten Elementarschadenaufwand im tiefen einstelligen Prozentbereich. Im Vergleich zu anderen Naturgefahren wie Überschwemmungen oder Hagel, verursachen Lawinen räumlich begrenztere Schäden und treten zumeist in freiem Gelände auf.

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Statistischer Ausreisser im Jahr 1999

Ein klarer Trend zu steigenden oder sinkenden Lawinenschäden ist über die letzten 35 Jahre nicht erkennbar. Ein statistischer Ausreisser stellt das Jahr 1999 dar: Gemäss der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) führten starke Niederschläge innerhalb weniger Wochen zu extremen Schneemengen von fünf bis acht Metern Neuschnee am Alpennordhang. In der Folge kam es schweizweit zu zahlreichen grossen Lawinenabgängen, unterbrochenen Verkehrsverbindungen und abgeschnittenen Ortschaften. 17 Menschen verloren ihr Leben. Die Schäden beliefen sich auf rund 600 Millionen Franken. Auch in den Schadendaten von Helvetia sticht das Jahr 1999 deutlich hervor: Befindet sich der Anteil von Lawinenschäden am gesamten Elementarschadenaufwand im Betrachtungszeitraum schweizweit bei rund 2 Prozent, so lag er 1999 bei rund 11 Prozent.