Der anhaltende Iran-Konflikt dürfte sich laut der Ratingagentur Fitch Ratings am stärksten auf den Londoner Markt und globale Spezialversicherer auswirken, weil diese direkt in den Bereichen See- und Luftfahrtkriege, politische Gewalt, Handelskredite und Energie versichert sind. Analysten von Fitch warnen, dass ein langwieriger Konflikt im Nahen Osten sich indirekt auf Versicherer auswirken könnte, und zwar durch steigende Schadenkosten, sinkende Vermögenswerte und zunehmende Zahlungsausfälle. Sollte der Konflikt jedoch von kurzer Dauer sein und grössere Schäden an Ölförder- und -transportanlagen vermieden werden, wären die Auswirkungen des Konflikts auf die Ratings für den globalen Versicherungssektor begrenzt.

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Fitch erklärte: «Wir gehen davon aus, dass die Auswirkungen auf die Erträge der Versicherer bei den aktuellen Ratingstufen überschaubar sein werden, da Kriegsrisiken – abgesehen von einigen sehr spezialisierten Märkten – in der Regel ausgeschlossen sind, sofern sich Dauer und Ausmass des Konflikts nicht ausweiten. Eine länger anhaltende Phase der Volatilität an den Wirtschafts- und Finanzmärkten könnte sich indirekt auf Versicherer auswirken, und zwar durch steigende Schadenkosten, sinkende Vermögenswerte und zunehmende Zahlungsausfälle.»