Die Pandemie mag zwar vorbei sein, doch ihre finanziellen Folgen werden Wirtschaft und Versicherungssysteme noch lange beschäftigen: Neue Forschungsergebnisse zeigen, dass Long Covid in den OECD-Volkswirtschaften in den kommenden zehn Jahren Kosten von bis zu 135 Milliarden Dollar pro Jahr verursachen könnte. Damit bleibt die Erkrankung nicht nur als medizinisches, sondern auch als versicherungstechnisches Risiko im Fokus - von steigenden Gesundheitsausgaben über höhere Invaliditäts- und Erwerbsausfallleistungen bis hin zu neuen Herausforderungen für private Versicherer und Sozialversicherungen.
Allein die direkten Gesundheitskosten für die Bewältigung von Long Covid dürften bis 2035 bei jährlich rund 9,4 Milliarden Euro liegen. Da Betroffene das Risiko hätten, chronische Folgeerkrankungen zu entwickeln, könnte das die Kosten für die Gesundheitssysteme in den kommenden Jahren weiter in die Höhe treiben. Weitaus höher aber fielen die indirekten wirtschaftlichen Kosten aus, die sich durch krankheitsbedingte Fehlzeiten und das verfrühte Ausscheiden aus dem Berufsleben ergeben.
