Hausratversicherungen zählen zu den stabilen Prämienquellen der schweizerischen Versicherer. Auch wenn laut Analysten ein etwas zunehmender Wettbewerbsdruck festzustellen ist – eine echte Preisschlacht findet nicht statt. Auch nicht um die jüngeren Kundinnen und Kunden, die ihren Lebensstil «dematerialisieren», oder die älteren Prämienzahlerinnen und -zahler, die ihre Haushalte entrümpeln und sich – in den USA wird das als «Peak Stuff» bezeichnet – auf die wichtigsten Einrichtungsgegenstände konzentrieren. 

Stabilisierend für diesen Markt ist die Berechnung der Grundlagen: Um die Versicherungssumme von Haushalten an die Preisentwicklung anzupassen, verwenden Versicherungsgesellschaften hierzulande entweder den Landesindex der Konsumentenpreise (LIK), der vom Bundesamt für Statistik (BfS) berechnet und publiziert wird. Oder die Gesellschaften stützen sich auf den Hausratindex (HRI) des Schweizerischen Versicherungsverbands (SVV). Der LIK bildet die Preisentwicklung in der Schweiz ab (mit allen bekannten Einschränkungen); der HRI beschränkt sich stärker auf einen Warenkorb, der die Wohnungseinrichtungen repräsentiert. Der HRI besteht aus neun Warengruppen des LIK und war von 2019 bis 2020 von 190 auf 193 Punkte gestiegen; per 2021 ist der Indexstand wieder auf 190 Punkte zurückgefallen.