Unter dem Strich verdiente die Versicherung 437,8 Millionen Franken, wie sie heute Dienstag mitteilte. Das ist zwar eine Abnahme um 10,4 Prozent zum Vorjahr. Angesichts der hohen Zahlungen für Epidemie- und Reiseversicherungen hielt sich der Rückgang jedoch in Grenzen. Die Mobiliar beziffert die Covid-Schadensaufwendungen im vergangenen Jahr konkret auf 530 Millionen. Die genossenschaftlich organisierte Gruppe hatte im Gegensatz zur Konkurrenz von Beginn weg keinen Unterschied gemacht, ob es sich bei Corona um eine Pandemie oder Epidemie handelt.

Gemildert wurde der Covid-Effekt - wie schon bei der Vorlage der Halbjahreszahlen angekündigt - durch die Auflösung von Katastrophenrückstellungen in Höhe von 200 Millionen. Diese Rückstellung sei in schadenarmen Jahren gebildet worden, um Belastungen von solch aussergewöhnlichen Ereignissen abzufedern, so die Mitteilung. Ohne diesen Effekt hätte sich der Gewinn also etwa halbiert. Eine leichte Belastung war neben der Pandemie auch das Finanzergebnis. Dieses ging im Vergleich zum Vorjahr um 6,5 Prozent auf 311,9 Millionen zurück.

Weiteres Wachstum

Ihren Wachstumskurs setzte die Mobiliar aber trotz Corona fort: Das Prämienvolumen nahm um 3,6 Prozent auf 4,09 Milliarden Franken zu. Zulegen konnte die Mobiliar in der wichtigen Schadensparte: Das Volumen nahm dort um 3,3 Prozent auf 3,29 Milliarden Franken zu. Weil der Gesamtmarkt nur um 1,8 Prozent zugelegt habe, sei der Marktanteil auf 20,1 Prozent ausgebaut worden. Im Lebengeschäft stieg das Volumen um 5,2 Prozent auf 802,3 Millionen. (mobiliar/hzi/kbo)

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