ICICI Prudential Life Insurance, Axis Max Life Insurance und Shriram Life Insurance gehören zu den grossen Versicherern, die seit Ende Januar Anleihe-Terminkontrakte mit Banken abgeschlossen haben. Im Rahmen dieser Vereinbarungen verpflichten sich die Kreditgeber, Wertpapiere zu einem festgelegten Preis zu einem zukünftigen Zeitpunkt zu verkaufen. Zwar nutzen Versicherer solche Instrumente schon seit langem, doch waren sie in der Regel an Bundesanleihen gekoppelt. Mehr als ein Viertel des Gesamtvolumens an Anleihe-Termingeschäften und deren Zinsvereinbarungen – einem ähnlichen, bar abgerechneten Derivat – ist seit Februar an Staatsanleihen gekoppelt, wie Daten der Clearing Corp. of India zeigen. Etwa die Hälfte der Geschäfte in diesem Segment ist nun an solche Wertpapiere gebunden, während zuvor nur vereinzelte Aktivitäten zu verzeichnen waren.
Derivate, die an Staatsanleihen gekoppelt sind, gewinnen an Dynamik, da sich die Renditedifferenz zwischen Provinz- und Benchmark-Anleihen auf ein Mehrjahreshoch ausweitet. Sie wenden sich auch diesem Handel zu, da die langlaufenden Anleihen besser zu ihren Anforderungen an die Vermögens- und Verbindlichkeitsstruktur passen, sagte Sachin Bajaj, Chief Investment Officer bei Axis Max Life Insurance. Die wachsende Nachfrage nach diesen Instrumenten folgt auf den bislang grössten Kreditaufnahmeplan der Bundesstaaten in Höhe von 5 Billionen Rupien (53,6 Milliarden US-Dollar) für das im März endende Quartal, sagte Ketan Parikh, Leiter des Bereichs Fixed Income bei ICICI Prudential Life Insurance. «Die 15- bis 20-jährigen Staatsanleihen werden derzeit mit einem Spread von 50 bis 60 Basispunkten gehandelt, was für Versicherer eine günstige Gelegenheit darstellt, sich höhere Renditen zu sichern», sagte er. Ende Dezember lag die Renditeprämie bei etwa 45 Basispunkten.
