Wenn der letzte Arbeitstag näher rückt und der vermutlich «längste Urlaub des Lebens» beginnt, stellen sich viele die Frage, ob die Rente ausreicht, um den gewohnten Lebensstandard aufrechterhalten zu können. Die Antwort ist oft ernüchternd: Die Renten aus der ersten Säule (AHV) und der zweiten Säule (Pensionskasse) decken im Schnitt nur etwa 60 Prozent des letzten Bruttolohnes.
Laut Experten sollten es jedoch mindestens 80 bis 90 Prozent sein, um im Alter nicht auf den gewohnten Komfort verzichten zu müssen. Die fehlenden 20 bis 30 Prozent werden als Vorsorgelücke bezeichnet – und diese klafft längst nicht nur bei Geringverdienenden. Auch Gutverdienende, Teilzeitbeschäftigte, Selbstständige oder Personen mit unterbrochenen Erwerbsbiografien, etwa durch Kinderpause oder Sabbaticals, sind betroffen. Die Lücke entsteht oft schleichend – wie ein Riss im Fundament, der erst sichtbar wird, wenn das Dach bereits wackelt.

