Schwangere sollen von der Arbeitslosenversicherung nicht mehr ausgesteuert werden, und sie sollen zusätzliche Taggelder erhalten. Der Nationalrat hat eine Motion angenommen mit der Forderung, diese Lücke in der Sozialversicherung schliessen. Diese kann Schwangere finanziell hart treffen. Mit 193 zu 87 Stimmen und mit einer Enthaltung überwies der Nationalrat am Dienstag eine Motion von Ständerätin Flavia Wasserfallen (SP/BE). Der Bundesrat muss nun eine Vorlage ausarbeiten.

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Arbeitslose Schwangere seien finanziell zu wenig abgesichert, hatte Wasserfallen im Ständerat den Vorstoss begründet. Die Mehrheit im Nationalrat fand ebenfalls, dass Schwangere zu den schwer vermittelbaren Arbeitssuchenden gehörten. «Wer stellt eine schwangere Frau an?», fragte Kommissionssprecherin Samira Marti (SP/BL). «Die Antwort kennen Sie». Für die Arbeitslosenversicherung wiederum sei mehr Rücksicht auf erwerbslose Schwangere finanziell verkraftbar.