Einer der grössten Kostentreiber im Schweizer Gesundheitswesen ist die stationäre Versorgung. 2023 flossen 36,3 Prozent der gesamten Gesundheitsausgaben in die Spitäler. Gleichzeitig häufen sich Defizite und Strukturdebatten. Vor diesem Hintergrund hat die Universität St. Gallen im Auftrag der Groupe Mutuel die Spitalplanung empirisch untersucht. Die Resultate der Studie wurden am 23. Februar in Zürich vorgestellt.
Eine der zentralen Erkenntnissen: Die kantonalen Planungsgrenzen stimmen vielfach nicht mit den tatsächlichen Patientenströmen überein. In zahlreichen MedStat-Regionen (geographische Regionen, die genügend gross sind, damit man anonym für jede in der Schweiz hospitalisierte Person einen Wohnort angeben kann) liegt der Anteil ausserkantonaler Behandlungen zwischen 25 und 50 Prozent, in einzelnen Regionen sogar nahe bei 100 Prozent. Besonders ausgeprägt ist dabei die Migration bei elektiven Eingriffen wie etwa Knieprothesen, während bei klassischen Grundversorgungsleistungen die Grenznähe eine grössere Rolle spielt.

