Das Jahr 2020 sei rückblickend in der Geschichte der Alvoso mit Sitz in Cham wohl eines der wegweisendsten gewesen, schreibt die Pensionskasse in einer Medienmitteilung. So wurde nach Ablauf der auf 10 Jahre geschlossenen Zusammenarbeit mit der LLB die Vermögens- und die Versichertenverwaltung neu ausgeschrieben und die Versichertenverwaltung schliesslich in eigene Hände genommen.

Mit einem eigenen Verwaltungsteam unter der Leitung von Thomas Schmidiger werde jetzt mehr Nähe zu den Kunden geschaffen. Die Kasse sei zudem nun unabhängig und neutral, was enorme Wachstumschancen berge. Im Zuge des Alleingangs wurde sie am 1. Oktober 2020 von der Alvoso LLB Pensionskasse zur «Alvoso Pensionskasse» umbenannt. Die Geschäftsstelle befindet sich neu in Schlieren.

Nicht so stark wie 2019

Laut Mitteilung setzte die Alvoso Pensionskasse ihr Wachstum auch im Geschäftsjahr 2020 fort. Trotz der Pandemie habe man ein solides Ergebnis erzielt. Mit einer Jahresperformance von knapp 3 Prozent habe man aber nicht an das aussergewöhnliche Anlagejahr 2019 anschliessen können: 

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  • Vermögensanlagen (Bilanzsumme) 429 Millionen Franken (+ 2 Prozent)
  • Netto-Ergebnis aus Vermögensanlagen 12 Millionen Franken (Vorjahr 41,5 Millionen Franken)
  • Deckungsgrad auf Stufe Sammelstiftung 105,6 Prozent (Vorjahr 108,4 Prozent)

Das Jahr 2020 habe deutlich aufgezeigt, wie verwundbar die Wirtschaft, und mit ihr die Anlagemärkte sind. Das unverändert tiefe Zinsniveau lasse vermuten, dass in den kommenden Jahren keine ausreichenden Erträge zu erwirtschaften sind, heisst es weiter.

Aufgrund dieser Situation sehe sich der Stiftungsrat der Alvoso in seiner zurückhaltenden Position bestätigt. Der Stabilisierung der Vorsorgewerke werde weiterhin hohe Priorität zugemessen. Deshalb werde die Alvoso Pensionskasse ihre Vorsorgeverpflichtungen zukünftig noch vorsichtiger bilanzieren und habe den technischen Zinssatz auf 1,5 Prozent gesenkt (vorher: 2,0 Prozent). Damit gehöre die Alvoso Pensionskasse zu den Sammelstiftungen mit dem tiefsten technischen Zinssatz. Die Altersguthaben wurden im Jahr 2020 mit 1,0 Prozent verzinst.

Zudem hatte der Stiftungsrat bereits früher beschlossen, bis ins Jahr 2022 den Umwandlungssatz auf 5,8 Prozent abzusenken.

Geschäftsführer Thomas Schmidiger unterstreicht laut Mitteilung, dass sich die Performance in ersten Quartal 2021 erneut positiv entwickelt habe. Der Deckungsgrad liege per 30. April 2021 bereits wieder bei 108,4 Prozent.

(pm/hzi/gku)