Nach Daten des des Internationalen Schifffahrtsbüros (IMB) gab es 68 Piratenangriffe und bewaffnete Raubüberfälle auf Schiffe - verglichen mit 98 Vorfällen im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Das sei die "bislang niedrigste Zahl an Piraterieangriffen seit 1994", berichtete das zur Internationalen Handelskammer (ICC) gehörende Schifffahrtsbüro am Montag. Demnach wurden 61 Schiffe geentert, vier Schiffe angegriffen, zwei Schiffe beschossen und ein Schiff gekapert.

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Trotz leichter Entspannung bleibt der Golf von Guinea in Westafrika die gefährlichste Gegend mit 32 Prozent aller gemeldeten Piraterieakte. "Auf die Region entfielen alle 50 Fälle von entführten Besatzungsmitgliedern und das einzige Todesopfer unter den Besatzungsmitgliedern, das das IMB in der ersten Hälfte des Jahres 2021 verzeichnete", heisst es in der Mitteilung. "Das IMB warnt, dass Fischereifahrzeuge im Golf von Guinea gekapert und später als Mutterschiffe genutzt werden, um Handelsschiffe anzugreifen."

16 Piratenangriffe wurden in der Strasse von Singapur in den ersten sechs Monaten des Jahres gezählt, fünf mehr als ein Jahr zuvor. Zugenommen haben auch Vorfälle vor der Küste von Peru. "Die Piraten in der Region sind in der Lage, gewalttätige Angriffe auszuführen, wobei es in den ersten sechs Monaten des Jahres 2021 zu zwei separaten Vorfällen kam, bei denen die Besatzung als Geisel genommen und angegriffen wurde."

Das IMB mit seinem Piracy Reporting Centre (PRC) ist seit vielen Jahren eine zentrale Anlaufstelle für die Meldung aller Verbrechen der Seepiraterie und bewaffneter Raubüberfälle. (awp international/hzi/kbo)