Herr Arbter, wie schätzen Sie das traurige Ereignis von Crans-Montana aus Sicht der Versicherungswirtschaft ein, verglichen mit anderen Katastrophen?

Die Brandkatastrophe von Crans-Montana ist auch für die Schweizer Versicherungswirtschaft ein aussergewöhnliches Ereignis. Die Bilanz von vierzig Todesopfern, die meisten von ihnen junge Menschen, und von über hundert zum Teil Schwerverletzten ist erschütternd. Aus versicherungstechnischer Sicht lässt sich festhalten, dass die Schweiz über ein funktionierendes Sozialversicherungssystem verfügt.

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Zur Person

Urs Arbter erwarb nach einer kaufmännischen Banklehre das Lizentiat in Betriebswirtschaft an der Universität St. Gallen und ist Absolvent des Stanford Executive Program. Seit 1998 ist er für die Versicherungswirtschaft tätig: Nach ersten Jahren bei der heutigen Allianz Suisse (1998 bis 2004) war er Mitglied der Geschäftsleitung Schweiz von Swiss Life (2004 bis 2010) und anschliessend Mitglied der Geschäftsleitung von Helsana (2010 bis 2015). Nach gut zwei Jahren als Partner des international tätigen Strategieberaters Roland Berger wechselte Urs Arbter per März 2018 zum Schweizerischen Versicherungsverband (SVV). Seit 1. Januar 2022 ist er Direktor des SVV.