Der Krieg im Nahen Osten führt weltweit zu Flugausfällen. Hunderttausende Reisende sind gestrandet und versuchen verzweifelt, nach Hause zu kommen, darunter auch 5200 Reisende aus der Schweiz. Die Kämpfe haben zu Schliessungen von Flughäfen am Golf geführt, darunter auch der wichtigste Flughafen in Dubai, wodurch eine wichtige Transitverbindung für Langstreckenreisen unterbrochen wurde. Mindestens 23.000 Flüge zu Drehkreuzen im Nahen Osten wurden gestrichen, sodass Passagiere auf die Umbuchung durch die Fluggesellschaften angewiesen sind oder Tausende von Dollar aus eigener Tasche bezahlen müssen.
Kriegsbedingte Schäden ausgeschlossen
Die Branchenriesen Allianz und Zurich decken laut ihren Hinweisen keine Ansprüche im Zusammenhang mit dem Konflikt im Rahmen ihrer Standard-Reiseversicherungen ab. Die Krise offenbart eine Lücke im geschätzten 31 Milliarden Dollar schweren Markt für Reiseversicherungen: Fast alle Policen schliessen kriegsbedingte Schäden aus. Verbraucherschützer warnen seit langem, dass das Produkt nur einen begrenzten Wert bietet, und verweisen dabei auf hohe Provisionen, niedrige Auszahlungen und weitreichende Ausschlussklauseln für Konflikte.
