Der Schweizer Gesundheitsmarkt erreicht ein Volumen von 98,4 Milliarden Franken und wächst mit durchschnittlich 3,2 Prozent pro Jahr. Dieses Wachstum entfällt überwiegend auf obligatorische und staatliche Finanzierungsarten. Dies geht aus dem «Schweizer Zusatzversicherungs-Report» von Momentum Collaboration hervor. Gemäss diesem Report werden 76 Prozent der Gesundheitsausgaben über obligatorische Systeme oder den Staat finanziert, während private Finanzierungsarten noch 24 Prozent ausmachen.
Klassische Trennung infrage gestellt
Der Branchenbericht hält fest, dass der strategische Spielraum für Zusatzversicherungen enger wird. Ein wachsender Teil der Gesundheitskosten werde über obligatorische und staatliche Systeme finanziert, während steigende OKP-Prämien die Haushaltsbudgets belasteten und damit die Zahlungsbereitschaft für freiwillige Zusatzleistungen begrenzten. Gleichzeitig stelle die fortschreitende Ambulantisierung die klassische Trennung zwischen ambulant und stationär sowie zwischen privat und halbprivat infrage, wie es darin weiter heisst.

