Sumitomo Life Insurance erwägt, im Geschäftsjahr 2026/27 rund 300 Milliarden Yen (1,9 Milliarden US-Dollar) in private Kredite zu investieren. Es wäre der jüngste Vorstoss eines japanischen Finanzunternehmens in den Bereich alternativer Anlagen, um die Renditen zu steigern. Der in Osaka ansässige Versicherer hat seine Bestände an privaten Krediten schrittweise ausgebaut und «wir haben beträchtliches Fachwissen aufgebaut», sagte der Vorstandsvorsitzende des Unternehmens, Yukinori Takada. Die Anlageklasse sei attraktiv, weil «sie die Aussicht auf hohe Spreads bietet», erklärte er in einem Interview.
Die Stimmung der globalen Anleger gegenüber der 1,8 Billionen US-Dollar schweren Private-Credit-Branche hat sich angesichts einer schwächeren Wertentwicklung verschlechtert. Doch das hat die Begeisterung japanischer Versicherer für diese Anleihen nicht gedämpft. Die Unternehmen erwägen, angesichts steigender Zinsen einen grösseren Teil ihrer Barmittel in risikoreichere Produkte wie Private Credit zu investieren. Dabei müssen sie neue Vorschriften erfüllen, die ihre Fähigkeit zur Begleichung von Versicherungsansprüchen messen.
