Auch bestehende Investoren wie Earlybird und die Commerzbank-Tochter CommerzVentures haben sich gemäss Getsafe beteiligt. Damit hat Getsafe, das zusammen mit Swiss Re nun auch Auto-Versicherungen anbietet, 53 Millionen Dollar in den fünf Jahren seit seiner Gründung eingesammelt.

"Das frische Geld wird in die europäische Expansion gesteckt", kündigte Firmengründer Christian Wiens im Gespräch mit Reuters an. Spätestens Ende nächsten Jahres werde Getsafe nach Deutschland und Grossbritannien in einen weiteren Markt eintreten und später beispielsweise auch Lebensversicherungen vertreiben.

Ähnlich wie die Internetbank N26 richtet sich das Startup an eine jüngere Kundschaft und setzt darauf, dass diese vermehrt Verträge direkt über das Smartphone abschliesst. Bereits für die erste Jahreshälfte rechnet Wiens mit grünem Licht der Finanzaufsicht Bafin für eine eigene Versicherungslizenz.

Nach dem erfolgreichen Börsengang des US-Online-Versicherers Lemonade liebäugelt auch Wiens mit einem Aktienmarktdebüt: "Ich bin mir sicher, dass in Europa in den nächsten drei Jahren ein Insurtech-Startup an die Börse geht, und wir sind einer der Kandidaten." (awp/hzi/kbo)