Die zunehmende Besiedelung von Risikogebieten, die Coronapandemie und die zunehmenden Unwetter sind nach Ansicht der Swiss Re Wachstumstreiber für die Schadensversicherung. Der Nicht-Lebenmarkt dürfte im nächsten Jahr teuerungsbereinigt (real) um 3,3 Prozent zulegen, schätzt das Swiss Re Institut.

Man erwarte weiterhin Preiserhöhungen in allen Segmenten, teilte der zweitgrösste Rückversicherer der Welt am 8. September 20 in einem Communiqué mit. Grund dafür seien tiefe Zinsen, Grossschäden und wachsende Risiken. Die aktuelle Hurrikansaison im Atlantik steuere auf einen Rekord zu: Bisher hätten bereits neun tropische Stürme vor dem August und 13 Wirbelstürme vor September gewütet, hiess es. Das seien so viele wie noch nie seit Beginn der Aufzeichnungen.

Die Situation verschlimmere das häufigere Auftreten und die grössere Schwere von sekundären Gefahren wie Überschwemmungen und Waldbränden. Das führe zu grösseren Schadensmeldungen und unterstreiche den Bedarf an Versicherungsdeckung, schrieb die Swiss Re.

(awp/hzi/kbo)