Rechtzeitige Warnungen hätten nach Angaben des in Kalifornien ansässigen, selbst unter Anklage stehenden Stromversorgers Edison International die meisten der 19 Menschen hätten retten können, die letztes Jahr bei einem massiven Waldbrand ums Leben kamen. Sollten die am Freitag eingereichten Klagen Erfolg haben, würde die Schuld für die Todesopfer des Eaton-Waldbrands im Januar letzten Jahres, einem der zerstörerischsten in der Geschichte des Bundesstaates, auf mehrere Parteien verteilt werden. Das Versorgungsunternehmen sieht sich bereits mit Klagen von Hunderten von Hausbesitzern und Unternehmen sowie potenziellen Schadensersatzforderungen in Milliardenhöhe konfrontiert.

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Der Ausgang der Klagen im Zusammenhang mit dem Eaton-Feuer – und einem weiteren Feuer, das die Küstenregion Pacific Palisades verwüstete – ist von grosser Bedeutung, da die zweitgrösste Metropole der USA versucht, sich von den beiden Katastrophen zu erholen. Zusammen forderten die Brände in Eaton und Palisades mehr als 30 Menschenleben, verwüsteten fast 16.200 Hektaren Land und zerstörten mehr als 16.000 Gebäude. Die versicherten Schäden durch die Brände im Januar 2025 beliefen sich auf insgesamt 40 Milliarden US-Dollar – damit waren sie laut dem Versicherer Swiss Re die teuerste Katastrophe des letzten Jahres weltweit. Die Brände zählen laut dem Versicherer Gallagher Re auch zu den «teuersten einzelnen Waldbränden» in der Geschichte der Versicherungsbranche.