Blick in den Rückspiegel: A new star is born
Die «Elefantenhochzeit» zwischen Helvetia und Baloise im vergangenen Jahr war ohne Zweifel eines der spannendsten Stücke in der Geschichte der Schweizer Assekuranz. Zuächst einmal betrat 2024 mit Cevian ein aktivistischer Investor die Bühne, der die im nationalen Vergleich etwas dahindümpelnde Baloise zu neuem Leben erwecken wollte. Die von Christer Gardell und Lars Förberg gegründete schwedische Investmentgesellschaft ist darauf spezialisiert, Einfluss auf europäische börsennotierte Unternehmen zu nehmen, um deren Wert langfristig zu steigern. Flugs erhöhten die Schweden ihre Beteiligung von drei auf zehn Prozent und wurden zum grössten Einzelaktionär.
«Die Versicherung hat eine starke Marktstellung in der Schweiz, allerdings bleibt das Unternehmen bei Wachstum und Rentabilität weit hinter seinen Möglichkeiten zurück. Die Profitabilität liegt 50 Prozent unter dem Branchendurchschnitt. Es gibt also viel Potenzial für Verbesserungen», erhöhte Cevian-Gründer Förberg in einem Interview mit der NZZ den Druck auf das Baloise-Management – und stellte weitgehende Forderungen wie den Rückzug aus dem Deutschland- und dem Bankgeschäft. Baloise galt plötzlich sogar als Übernahmekandidat, die Konkurrenten Zurich, Allianz und Axa sollen mögliche Interessenten gewesen sein.

