Im Jahr 2021 rechnen die Experten mit einem Anstieg der Versicherungsprämien weltweit um 3,3 Prozent auf insgesamt 6,9 Billionen US-Dollar, wie es in der jüngsten, am Mittwoch veröffentlichten sigma-Studie heisst. 2022 dürften sie dann um weitere 3,9 Prozent wachsen. Im Coronajahr 2020 waren die kumulierten Prämieneinnahmen noch um 1,3 Prozent gesunken.

Grundlage der Erholung sei das historisch hohe Wachstum des globalen realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) von geschätzten 5,8 Prozent, erklärte Swiss Re. Am stärksten würden in diesem Jahr die Versicherungsprämien in China (6,3%) und in den Schwellenländern (5,6%) wachsen. Für die USA und Westeuropa werden Werte von 1,7 bzw. 2,8 Prozent vorhergesagt.

Pandemie weckt Sicherheitsbedürfnis

"Die beste Vorbereitung auf den nächsten wirtschaftlichen Schock ist es, über wirtschaftliche Puffer zu verfügen", erklärte Swiss Re-Chefökonom Jerome Haegeli in der Studie. Denn die fiskalischen und monetären Puffer seien erschöpft. Daher werde der private Versicherungssektor immer wichtiger.

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Die Pandemie hat den Versicherern in die Hände gespielt. Das gestiegene Risikobewusstsein habe sich als ein starker Treiber der Nachfrage nach Versicherungsdeckung erwiesen. So seien etwa die globalen Prämien für Kranken- und Unfallversicherungen im Jahr 2020 um 1,9 bzw. 1,7 Prozent gewachsen. Vor allem in asiatisch-pazifischen Märkten würden sich mehr Leute Schutz kaufen wollen.