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Anlagejahr hat Pensionskassen zugesetzt – sie bleiben aber stabil

Rentnerin und Tochter

Weiterhin als Problem stuft die OAK die Umverteilung von Vorsorgeversprechen zulasten junger aktiver Versicherten hin zu Rentnern ein.

Quelle: Keystone .

Die durchschnittliche Anlagerendite der Vorsorgeeinrichtungen lag in der Schweiz mit 2,8 Prozent im Minus. 2017 waren es noch 7,7 im Plus.

Veröffentlicht am 14.05.2019

Das schlechte Anlagejahr 2018 hat den Schweizer Pensionskassen zwar zugesetzt, das Vorsorgesystem ist aber gemäss der Oberaufsichtskommission Berufliche Vorsorge (OAK) nach wie vor stabil.

Im vergangenen Jahr habe die schlechte Entwicklung an den Börsen dazu geführt, dass die durchschnittliche Anlagerendite der Vorsorgeeinrichtungen mit 2,8 Prozent im Minus lag, teilte die OAK am Dienstag mit. Im Jahr 2017 wurde mit Wertpapieren demgegenüber eine positive Rendite von 7,7 Prozent erzielt.

Reformbedarf ist nach wie vor gross

Die schwache Anlageperformance führte den Angaben der OAK dazu, dass die Deckungsgrade der Vorsorgeeinrichtungen zurückgegangen sind. Bei Kassen ohne Staatsgarantie und ohne Vollversicherungslösungen sank der Deckungsgrad, also das Verhältnis von Pensionsvermögen zu den entsprechenden Verpflichtungen, im Durchschnitt um 5,8 Prozentpunkte auf 106,4 Prozent.

Weiterhin als Problem stuft die OAK die Umverteilung von Vorsorgeversprechen zulasten junger aktiver Versicherten hin zu Rentnern ein. Diese Verschiebung habe zwar gegenüber 2017 abgenommen, sei mit rund 5,1 Milliarden Franken oder einem Anteil von 0,6 Prozent an allen Vorsorgekapitalien aber nach wie vor substanziell, warnte die OAK. Der Reformbedarf sei weiterhin gross.

(awp/tdr)

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