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US-Börsenaufsicht verklagt halbes Dutzend Bankmanager

Fannie Mae: Mittlerweile verstaatliche. (Bild: Keystone)

Die US-Börsenaufsicht SEC setzt ihren Feldzug gegen die Verursacher der Finanzkrise fort. Die Behörde reichte Klage gegen sechs ehemalige Spitzenmanager der mittlerweile verstaatlichten US-Immobilienf

Veröffentlicht am 16.12.2011

Die fünf Männer und eine Frau hätten bewusst verschwiegen, wie risikoreich ihre Hypothekengeschäfte gewesen seien, begründete die SEC ihr Vorgehen. Der Vorwurf lautet auf Wertpapierbetrug.

Freddie Mac und der grössere Bruder Fannie Mae kaufen Banken deren Hauskredite ab. Ziel ist es, dass die Banken dadurch wieder flüssig werden und neue Kredite vergeben können. Damit stehen die beiden Immobilienfinanzierer direkt oder indirekt hinter der Mehrzahl der Hypotheken des Landes. Fannie und Freddie hatten während des US-Häuserbooms aber auch massig faule Kredite mit übernommen. Die Regierung musste sie in den Turbulenzen des Jahres 2008 auffangen und schiesst bis heute Milliarden zu. Es war die teuerste Rettungsaktion in der Finanzkrise.

«Die Chefs von Fannie Mae und Freddie Mac haben der Welt vorgegaukelt, dass ihr Engagement in zweitklassige Hypothekenpapiere deutlich kleiner war als es der Wahrheit entsprach», sagte SEC-Chefermittler Robert Khuzami. Er will nun vor dem Bezirksgericht von Manhatten Geldstrafen und Schadenersatz durchdrücken. Unter den Beklagten sind auch die beiden ehemaligen Firmenchefs Daniel Mudd und Richard Syron.

(laf/awp)

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