Die Aktien des Cybersecurity-Unternehmens Wisekey haben auch am dritten Handelstag an der Schweizer Börse nach dem Börsengang keinen Boden gefunden. Die Papiere notieren gegen 10 Uhr 9,1 Prozent unter dem Schlusskurs vom Freitag bei 5,00 Franken, vorübergehend rutschten sie sogar auf 4,60 Franken ab.

Am ersten Handelstag der Aktien am letzten Donnerstag waren die Valoren nach einem Eröffnungskurs von 12 Franken auf 5,87 Franken gesunken, am Freitag dann auf 5,50 Franken. Vor dem IPO hatte das Management den fairen Preis bei 15 Franken gesehen.

Misslungener Start geplant?

In der Wochenendpresse wurde spekuliert, der misslungene Börsenstart sei ganz im Interesse des US-Investors GEM. Dieser hatte sich verpflichtet, in den nächsten Jahren Aktien im Wert von bis zu 60 Millionen Franken zu kaufen. Je tiefer der Kurs sei, desto mehr Papiere erhalte GEM also und desto grösser sei die Verwässerung, schrieb der anonyme «Praktikus» am Samstag in der «Finanz und Wirtschaft».

Schon am Freitag hatte der Chef des Genfer Unternehmens im Gespräch mit der Nachrichtenagentur AWP eingeräumt, er hätte lieber noch «einige Jahre» mit dem IPO zugewartet. Der Börsengang sei vor allem darum schon erfolgt, weil man sich damit den Zugang zu einer Finanzierung durch US-Investoren gesichert habe.

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(sda/gku/ama)