In der Wertpapier- und Investmentbanking-Branche hat das Krisenniveau laut «Financial News»-Krisenindex den höchsten Stand seit 1998 erreicht.

Die Londoner Finanzzeitung erfasst in vier Indizes, wie oft in ihren Artikeln und auf «Financial News Online» Hinweise auf Zusammenbrüche, Krisen, Betrug oder Skandale auftauchen. Im vergangenen Jahr stieg der Krisenindex um 295%, während gleichzeitig die Niveaus von Betrug und Skandalen um jeweils 43% zurückgingen. Im Lauf des letzten Jahrzehnts stieg die Gesamtzahl der von «Financial News» veröffentlichten Artikel um das Dreieinhalbfache, entsprechend wurden diese Kennzahlen angepasst. «Financial News» gehört zu Dow Jones & Co., dem Herausgeber des «Wall Street Journal». Im vergangenen Jahr sprang der Krisenindex von 25,5 auf 100,8 Punkte und überschritt damit erstmals die Grenze von 100 aus dem Jahr 1998, dem Jahr der Russland-Krise und des Zusammenbruchs des Hedge-Fonds Long Term Capital Management.Der Kollapsindex stieg um 39%. Sowohl der Skandal- als auch der Betrugindex setzten ihren Abwärtstrend der vergangenen drei Jahre fort und fielen um 43%. Der Betrugindex fiel auf 61,1 – dem niedrigsten Stand seit dem Jahr 2000 –, während der Skandalindex mit 82,2 so niedrig ist wie seit 2001 nicht mehr.