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Lipo-Mutterkonzern bläst Hochzeit ab

Lipo-Filiale in Dietikon ZH: Deren 22 gibt es in der Schweiz. Lipo

Der südafrikanische Mutterkonzern des Möbelhauses Lipo begräbt die Fusionspläne mit dem Rivalen Shoprite. An der deutschen Börse sorgt das für Freude, die Steinhoff-Aktie legt zu.

Veröffentlicht am 20.02.2017

Der südafrikanisch-deutsche Möbelkonzern Steinhoff hat seine Fusionspläne mit dem Konkurrenten Shoprite aufgegeben. Die Verhandlungen seien beendet worden, da sich die Grossaktionäre nicht über die Konditionen des geplanten Aktientausches einigen konnten, teilte Steinhoff am Montag mit.

Der Lipo-Mutterkonzern hatte im Dezember angekündigt, sein Einzelhandels-Geschäft auf dem afrikanischen Kontinent mit Shoprite zusammenlegen zu wollen. Beide haben die gleichen Grossaktionäre, die hinter der geplanten Mega-Fusion stehen: Christo Wiese, einen der reichsten Südafrikaner, und die Public Investment Corporation (PIC), einen quasi-staatlichen Fonds, der auch für die Beamtenpensionen am Kap verantwortlich ist.

Anleger feiern Ende des Deals

Den Plänen zufolge sollte Shoprite die Einzelhandelstöchter von Steinhoff wie Pepkor (Bekleidung, Haushalt), JD Group und Steinbuild übernehmen. Im Gegenzug sollte Steinhoff zum Grossaktionär von Shoprite werden und hätte womöglich sogar ein Übernahmeangebot dafür vorlegen müssen.

Der geplatzte Deal kam an der Börse indes gut an: Die im MDax notierte Steinhoff-Aktie legte um knapp acht Prozent auf 5,17 Euro zu. In Johannesburg stiegen Shoprite um 7,5 Prozent.

(reuters/ise)

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