Das Angebot der UBS und Credit Suisse im Bereich nachhaltiges Investieren kann einer Studie zufolge andere europäische Privatbanken nicht abhängen. Zu diesem Ergebnis kommt die Universität Zürich.

Die UBS selbst hat gerade festgestellt, dass Schweizer Investoren vor allem wegen unklarer Begrifflichkeiten vor nachhaltigen Anlagen noch eher zurückschrecken.

«Es sind gute, nachhaltige Anlageangebote im Markt vorhanden. Allerdings sind die Unterschiede gross und die Bandbreite kann je nach Bank zwischen 5 und 108 Produkten variieren», äusserte sich Studienautorin Taeun Kwon in einem Communiqué vom Mittwoch.

Kwon untersuchte gemeinsam mit Falko Paetzold, einem weiteren Wissenschaftler des «Centers for Sustainable Finance and Private Wealth» der Universität Zürich, das nachhaltige Angebot für reiche Kunden von 15 europäischen Banken. Darunter waren neben den Schweizer Grossbanken auch die Zürcher Kantonalbank (ZKB), die Privatbank Edmond de Rothschild sowie die französische BNP Paribas und die niederländische Triodos Bank. Unter die Lupe genommen wurden das Leitbild der Bank, das Angebotsspektrum sowie die dazu gehörenden Dienstleistungen.

Interessante Angebote sind selten

Einige Institute würden versuchen, Nachhaltigkeit in ihr gesamtes Angebotsspektrum zu integrieren. Andere Geldhäuser würden ergänzende nachhaltige Produkte anbieten, sagte Kwon. «Aber die wirklich für den Investor interessanten Angebote, die strategisch durchdacht sind und auch eine signifikant positive Wirkung erzielen, sind noch eher selten.»

Im Bericht am besten abgeschnitten haben zwei auf Nachhaltigkeit spezialisierte Banken: die hiesige Globalance Bank und die Triodos Bank. Die anderen Institute - einschliesslich UBS und Credit Suisse - entsprächen mit individuellen Stärken und Schwächen in etwa dem Branchendurchschnitt.

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(awp/mlo)