Die Handelsvolumen mit Schweizer Aktien haben sich an der Schweizer Börse SIX sei Anfang der Woche leicht erhöht. Das könnte eine Auswirkung davon sein, dass der Bundesrat per Notrecht verboten hat, Schweizer Aktien im EU-Ausland zu handeln.

Damit ist bisher nur wenig Handelsaktivität in die Schweiz verschoben worden. Vor allem, wenn man bedenkt, dass bisher 30 Prozent des gesamten Handelsvolumens in Schweizer Aktien auf Börsenplätzen in der EU abgewickelt wurde.

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EU: Kein Handel mehr mit Schweizer Aktien

Daten von «Bloomberg» zeigen, dass auf EU-Handelsplätzen tatsächlich kein Handel mehr mit Schweizer Aktien stattfindet – abgesehen von Aktien mit Doppelkotierung im EU-Ausland, wie ABB in Schweden oder Newron in Deutschland. Das Verbot vom Bundesrat wirkt also.

Daher stellt sich die Frage, wo die 30 Prozent des Handels mit Schweizer Aktien stattfindet, die bisher im EU-Ausland getätigt wurde?Die Daten von «Bloomberg» zeigen, dass ein reger Handel mit Schweizer Aktien innerhalb von Banken in Deutschland stattfindet. Das ist das sogenannte OTC-Geschäft (Over The Counter). Beim Handel von Schweizer Aktien ist dabei die jeweilige Bank selber Gegenpartei oder ein anderer Kunde der Bank. Wenn ein Kunde der Bank eine Schweizer Aktie verkaufen will, kauft also entweder die Bank selber diese Aktien oder ein anderer Kunde der Bank kauft diese.

Auch Handel mit ETF betroffen

Neben den Handelsvolumina bei Einzelaktien scheint auch das Geschäft mit börsengehandelten Fonds vom Handelsstreit mit der EU betroffen, sogenannte ETF (Exchange Traded Funds). Die Handelsvolumen mit ETF sind diese Woche jedenfalls etwas tiefer als im Schnitt der vergangenen drei Monate, also unter den Erwartungen (siehe Grafik). 

 

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