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Selecta peilt offenbar Börsengang an der SIX an

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Selecta-Automat: Rückkehr an die Börse noch in diesem Jahr?

Quelle: © KEYSTONE / GAETAN BALLY

Laut Insidern bereitet KKR die Rückkehr von Selecta an die Schweizer Börse vor. Es wäre bereits der vierte Börsengang 2019.

Veröffentlicht am 15.04.2019

Der grösste europäische Snackautomaten-Betreiber, Selecta, könnte zum nächsten Neuzugang an der Schweizer Börse werden. Der Finanzinvestor KKR bereite einen Börsengang der Schweizer Firma an der SIX vor, sagten mit der Situation vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. In den kommenden zwei Wochen fänden Analysten-Präsentationen statt, sodass die Transaktion im Mai angekündigt werden könnte.

Je nach Marktentwicklung sei aber auch möglich, dass dieser Schritt in den September verschoben werde. Mit der Transaktion sei Credit Suisse betraut worden. Welche anderen Banken mitarbeiteten, war zunächst unklar.

Europaweit 460'000 Verkaufsautomaten

Selecta betreibt europaweit rund 460'000 Verkaufsautomaten für Schokoriegel, kalte Getränke, Gummibärchen und Kaffee in Büros, an Bahnhöfen und anderen öffentlichen Plätzen. Die Firma mit rund 9000 Mitarbeitern kam im Geschäftsjahr 2018 auf einen Bruttoumsatz von 1,55 Milliarden Euro und ein bereinigtes operatives Ergebnis von 248 Millionen Euro.

Einer der Personen zufolge dürften Aktien im Wert von rund einer Milliarde Franken zum Verkauf stehen. Den Gesamtwert der Firma bezifferte die Person auf rund drei Milliarden Franken. KKR, Selecta und Credit Suisse wollten sich nicht äussern.

Erster Selecta-Börsengang 1997

Die 1957 gegründete Selecta kam 1997 an die Schweizer Börse und wurde 2001 vom britischen Wettbewerber Compass geschluckt. Nach einem weiteren Besitzerwechsel landete die Gesellschaft 2015 schliesslich bei KKR. Beim erneuten Börsengang wird KKR von Lazard beraten.

Selecta wäre der vierte Neuzugang an der Schweizer Börse im laufenden Jahr. Vergangene Woche ging das IPO der Medizintechnikfirma Medacta über die Bühne, in dieser Woche das des Zugbauers Stadler Rail. Zudem spaltete Novartis Alcon ab und liess die Augenheilfirma unabhängig an der Börse listen.

(reuters/gku/ise)

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