Die Aktien der Swiss Life sind trotz wohlwollender Analystenkommentare wegen der Neuaufstellung der Tochtergesellschaft AWD deutlich tiefer in den Handel gestartet. Gegen 11 Uhr notierte die Swiss-Life-Aktie in einem leicht festeren Gesamtmarkt um 1,52 Prozent schwächer, nachdem sie im frühen Geschäft um bis zu 5,2 Prozent gefallen war.

Mit dem am Investorentag bekannt gegebenen Abschreiber auf AWD war zwar schon länger gerechnet worden. Er fiel aber am oberen Ende der Erwartungen aus. Ausserdem gab Swiss Life auch ein Kostensenkungsprogramm sowie neue, nach unten revidierte Finanzziele bekannt.

Nach dem deutlichen Anstieg der Aktie in der vergangenen Woche dürfte es zu einer negativen Kursreaktion der Aktie kommen, was allerdings eher kurzfristig zu sehen sei, kommentierte die ZKB. Denn insgesamt seien die Ankündigungen positiv zu werten und sollten der Aktie deshalb später weiteren Auftrieb geben.

Erhöhte Effizienz des Konzerns

Ähnlich kommentierten die Analysten der Bank Sarasin. Der Abschreiber sei zwar eher am oberen Ende der Erwartungen ausgefallen, die Ankündigungen seien aber ermutigend.

Wie die starken Gewinne der vergangenen Woche gezeigt hätten, seien die meisten dieser News bereits im Aktienkurs eingepreist gewesen. Etwas Enttäuschung könnte sich allenfalls über die Dividende breit machen.

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Die Bank Vontobel streicht bei der Swiss-Life-Aktie die erhöhte Effizienz des Konzerns, eine geringere Abhängigkeit von den Finanzmärkten, die bei AWD bereits eingepreisten Herausforderungen sowie die «relativ niedrige» Bewertung heraus.

(tno/aho/sda)

Swiss-Life-Chef Bruno Pfister im Video-Interview: