In der Schweiz hat heute einer der grössten Börsengänge in Europa in diesem Jahr stattgefunden: Der Vakuumventilhersteller VAT hat einen erfolgreichen Börsenstart an den Tag gelegt. Die Kurse im frühen Geschäft am Donnerstag notieren deutlich über dem Ausgabepreis von 45 Franken. Damit ist VAT ein anderes Schicksal widerfahren, als der Genfer Cybersecurity-Firma Wisekey, die sich Ende März dem Publikum geöffnet hatte. Wisekey starteten mit deutlich unter dem Ausgabepreis liegenden Kursen ins Rennen und haben seitdem weiter Boden preis gegeben.

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Gegen 11.10 Uhr notieren die Valoren von VAT auf 52,70 Franken, während der Gesamtmarkt (SPI) 0,48 Prozent höher steht. Damit beläuft sich die Marktkapitalsierung des Unternehmens auf knapp 1,6 Milliarden Franken. Den Handel aufgenommen hatten VAT mit einem Kurs von 52 Franken, stiegen dann bis auf 52,60 Franken, bevor sie dann wieder Richtung 50 Franken nachgaben. Umgesetzt sind bis zu diesem Zeitpunkt rund 2,7 Millionen Aktien.

Globaler Marktführer für Vakuumventile

Im Rahmen des mehrfach überzeichneten Börsengangs wurden 12 Millionen VAT-Aktien der bestehenden Aktionäre (40 Prozent der ausgegebenen 30 Millionen Titel) platziert. Die bestehenden Aktionäre sind primär von Partners Group und Capvis verwaltete und/oder beratene Fonds. Zudem besteht bis zum 17. Mai die Option auf eine Mehrzuteilung bis zu 1,8 Millionen Aktien. Der Streubesitz liegt vor Ausübung der Mehrzuteilungsoption bei 40 Prozent und bei 46 Prozent, falls die Mehrzuteilungsoption in vollem Umfang ausgeübt wird.

Mit VAT öffnete sich nach Wisekey das zweite Unternehmen in diesem Jahr dem breiten Publikum an der Schweizer Börse. Das Ostschweizer Unternehmen ist gemäss eigenen Angaben globaler Marktführer für hochwertige Vakuumventile und zugehörige Services in der Halbleiter-, Display- und Solarbranche sowie im Industrie- und Forschungsbereich. Im Jahr 2015 erzielte die Gesellschaft eine Steigerung des Umsatzes um 13 Prozent auf 411 Millionen Franken, während sich das bereinigte EBITDA-Ergebnis auf 127 Millionen (+22 Prozent) und die bereinigte EBITDA-Marge auf 30,8 Prozent (Vorjahr 28,5 Prozent) verbesserten.

Die Gruppe betreibt Fertigungsstandorte in Haag in der Ostschweiz, in Penang (Malaysia) sowie im rumänischen Arad und beschäftigt 1'192 Mitarbeitende.

(awp/cfr/ama)