Die Aussicht auf eine weiter hohe Nachfrage hat am Mittwoch den Preis für Zink steigen lassen. Eine Tonne verteuerte sich um rund ein Prozent auf 3295,50 Dollar und erreichte damit das Niveau vom Juli 2007. «Hierfür dürften im Wesentlichen die spekulativen Finanzinvestoren verantwortlich sein», schrieben die Analysten der Commerzbank. Schon in den letzten Wochen hätten sie spürbar auf steigende Preise gesetzt. Ähnlich verhalte es sich mit dem Blei-Preis, der in der Spitze um 1,1 Prozent auf 2620,50 Dollar je Tonne kletterte und damit so hoch wie zuletzt im August 2011 notierte. Gewinnmitnahmen drückten den Kurs im Verlauf aber leicht ins Minus.

Die Preise für Industriemetalle sind im laufenden Jahr schon so stark gestiegen, dass Analysten von einer Blase sprechen, die bald platzen könnte. Tatsächlich notiert Kupfer mit rund 6500 Dollar schon wieder deutlich unter dem Anfang September erreichten Jahreshoch von mehr als 6900 Dollar je Tonne. Analystin Caroline Bain vom Analysehaus Capital Economics erwartet auch beim Zink einen baldigen Rückgang der Nachfrage vor allem aus China. Aus Umweltschutzgründen könnte die Volksrepublik die Stahlproduktion im Winter zurückfahren.

(reuters/mbü/me)