Der Bund will stärker gegen Missbräuche bei der Kurzarbeit vorgehen. Konkret habe das Staatsekretariat für Wirtschaft (Seco) seine Kapazitäten in diesem Bereich verdreifacht, heisst es in einer Mitteilung vom Montag.

Seit Anfang Juni 2021 stünden nämlich die geplanten zusätzlichen externen Revisoren zur Verfügung, so die Mitteilung weiter. Von März bis Mai seien rund 40 externe Personen geschult worden und seien nun in der ganzen Schweiz einsatzfähig.

Viele verdächtigen Fälle

Bis Ende Mai 2021 sind beim Seco laut den Angaben rund 900 Missbrauchsmeldungen eingegangen, die vordringlich behandelt werden. Und bis zu diesem Zeitpunkt seien 131 sogenannte Arbeitgeberkontrollen durchgeführt worden. In 10 Prozent der Fälle sei ein Missbrauch nachgewiesen und Strafanzeige gestellt worden.

Vor einer Woche hatte sich die Eidgenössische Finanzkontrolle beunruhigt über die steigende Zahl von Missbrauchsmeldungen bei der Kurzarbeitentschädigung gezeigt. «Ich bin schockiert von der Anzahl an Beanstandungen, Fehlern und Missbräuchen», sagte damals Direktor Michel Huissoud gegenüber Radio SRF.

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Das Seco liess den Vorwurf schon damals nicht auf sich sitzen. Die Kontrollen würden wie geplant stattfinden und noch ausgebaut werden, hiess es.

(awp/mbü)